Was 500°C unter den Füßen und die letzten 100 Tage eines Top-CEOs über Klarheit, Mut und echte Prioritäten lehren. Radikale Erfahrungen, unbequeme Wahrheiten – und warum Macher anders mit ihnen umgehen als Theoretiker.
Eugen O’Kellys letzte 100 Tage – Und was wir daraus lernen sollten

Die wichtigste Erfindung des Lebens ist der Tod … Viele Menschen schätzen das Leben nicht und haben es mit nichts gefüllt.
Diese kraftvolle Aussage sagte einmal Steve Jobs.
Sagt dir der Name Eugene O’Kelly etwas?
Seine Lebensgeschichte stellt die Aussage perfekt dar:
O’Kelly war der amerikanische CEO von KPMG, er leitete ein Unternehmen mit 20.000 Mitarbeitern.
Arbeit bedeutete alles für ihn.
Er war ein absoluter Workaholic. Sein Kalender war 18 Monate im Voraus ausgebucht. (!)
Er war – denn er ist nicht mehr unter uns.
Zuerst aber eine Geschichte:
KPMC wollte einen Kunden aus Australien gewinnen, der auf einer Geschäftsreise in den USA war. Aber er war genauso busy wie Eugen.
Er und seine Sekretärin fanden heraus, dass seine einzige freie Zeit im Flugzeug war.
Also arrangierten sie, dass Eugen auf dem Weg nach Australien ein paar Stunden neben ihm saß, und handelten einen Deal aus.
Nun, er war einfach ein Freak.
Eines Tages hatte er Kopfschmerzen und ging zum Arzt.
Dieser fand heraus, dass Eugen einen unheilbaren Hirntumor hatte und in 3 Monaten K.O. sein würde.
Von da an änderten sich O’Kellys Prioritäten:
Plötzlich waren Familie, Freunde, Leidenschaft und Hobbys das Wichtigste.
Während er die Zeit mit seiner Familie verbrachte und auf seinen Tod wartete, schrieb er ein Buch mit dem Titel „Chasing Daylight“.
Er hat beschrieben, wie er lebte, wie er ein Direktor mit 20.000 Mitarbeitern wurde und dabei nicht glücklich war.
Er verschob das Glück immer „auf morgen“ und bereute es …
Welche Lehre können wir daraus ziehen?
Dass es keinen Grund gibt, uns unnötig kaputt zu machen.
Dass wir am Ende des Lebens nicht bereuen werden, dass wir nicht mehr gearbeitet haben.
Und, dass wir das Glück nicht auf morgen verschieben sollten.
Weekly Review: Lebensritual, der dich unaufhaltsam macht

Mein wichtigstes Ritual der Woche: der Wochenrückblick.
Jeden Samstag erscheint in meinem persönlichen Trello-Board diese Aufgabe.
Es ist eine Retrospektive.
Ich stelle folgende Fragen:
- Bin ich zufrieden?
- Habe ich an Dingen gearbeitet, die mich wirklich weiterbringen?
- Was hat mich diese Woche meinen langfristigen Zielen näher gebracht – und wie habe ich es geschafft?
- Welche Aktivitäten habe ich unternommen?
- Was habe ich erreicht?
- Was habe ich nicht geschafft?
- Was hätte ich besser machen können?
- Habe ich mich gut dabei gefühlt?
Ich rekapituliere ebenfalls meine Arbeitswoche und frage:
- Was habe ich richtig gemacht?
- Was habe ich schlecht gemacht?
Der Wochenrückblick dauert 5-6 Minuten.
Und bringt immensen Wert:
Ich fass meine Gedanken zusammen. Und sehe Tatsachen, die ich in der Hektik des Alltags nicht wahrgenommen hätte.
Dein wichtigstes Meeting
Das wichtigste Treffen in deinem Leben? 🤝 Das Treffen mit dir selbst.
Jeden zweiten Sonntagabend habe ich ein festes Meeting – mit mir selbst.
Während die Welt schlafen geht, stelle ich mir Fragen, die mein Leben prägen:
1️⃣ Sind meine Beziehungen mit wichtigen Menschen in Ordnung?
2️⃣ Was sind meine Werte? Verfolge ich sie?
3️⃣ Bin ich meinen Zielen näher gekommen? Warum (nicht)?
4️⃣ Was steht im Leben als Nächstes an, auf das ich mich vorbereiten muss?
5️⃣ Was sollte ich anders machen?
6️⃣ Bin ich glücklich? Wenn nicht, warum nicht?
7️⃣ Verschiebe ich irgendwelche Aktivitäten, weil ich Angst vor dem Versagen oder einer Blamage habe? Oder weil ich nicht an mich selbst glaube? —- Sollte ich es einfach mal versuchen?
8️⃣ Gibt es etwas, das ich tun will, aber jetzt ist nicht der richtige Zeitpunkt dafür? —- Könnte „später“ jetzt sein?
9️⃣Muss ich mich wirklich noch mehr vorbereiten, bevor ich mit etwas anfange? — Ist das echt so?
Insgesamt stelle ich mir über 40 solcher Fragen.
Ich analysiere mein Leben, reflektiere es.
Ich frage mich, ob ich glücklich und zufrieden bin, was vor mir liegt, was ich tun sollte, warum ich mich in einer bestimmten Situation befinde oder nicht.
Manchmal dauert es nur 5-8 Minuten. Manchmal eine Stunde. Aber es verändert Dinge. 🪜
📌 Ein Beispiel:
Mein Jahresziel war einst, ‘Gewicht‘ 86 kg zu erreichen, aber es hat sich monatelang nicht getan.
Weil ich mich nicht gesund genug ernährt habe.
Frust? Klar.
Aber dank dieser Reflexion meldete ich mich für ein Ernährungsprogramm an.
Das Jahresziel von 86 kg schaffte ich nicht. Allerdings wurde meine Ernährungsweise revolutioniert. 🥕
Und das nur dank des Treffens mit mir selbst.
Es ist eine tiefgreifende Retrospektive. Du trittst aus dem Alltag heraus, analysierst dein Leben und entdeckst sozusagen neue Perspektiven.
Lektion aus 500°C: Angst überwinden und wachsen

Ich lief barfuß durch 500°C heiße Kohlen – und spürte nichts! 🔥🚶♂️
Mit diesem Lauf durch Feuer begann meine Reise zu meiner Vision.
Ich erhielt von einer Bekannten eine Einladung zu einem nicht öffentlich ausgeschriebenen Kurs. Den genauen Inhalt kannte ich nicht.
Es war das härteste Training meines Lebens:
Kein Smalltalk mit Trainern. Sie schrien uns an und bewachten Türen wie Soldaten.
Keine Handys. Emotionslose Gesichter. Kein zwischenmenschlicher Kontakt mit ihnen.
Nur erschöpfende Aufgaben und Kampfschreie.
Wir, die Teilnehmer, mussten uns gegenseitig mit unseren Nachnamen ansprechen.
2 Tage lang unerbittlicher Druck ohne Pausen. Nicht einmal für Kaffee oder den Gang zur Toilette.
Wenig Schlaf. Wenig Essen und nur zu bestimmten Zeiten. Müdigkeit.
Unsere intimsten Stellen wurden entblößt.
Klimax? Firewalk. 🔥🚶♂️
Die Macht des Geistes ist erstaunlich, sogar unübertrefflich.
Wenn ich den Geist davon überzeuge, dass mich heiße Kohlen nicht verletzen, dann verletzen sie mich nicht.
Ich ging als Erster.
Ich war bereit, etwas so Mächtiges für meine Vision zu tun.
In dem Augenblick beschloss ich, stark zu sein 🦸
Wie echte Durchbrüche entsteht

Ich verrate dir einen super geheimen Trick, den ich schon seit Jahren anwende.
Und der oft unterschätzt wird. Dich aber 1.000 Kilometer weiterbringt.
Dieser Trick heißt:
Consulting.
Immer, wenn ich ein neues Projekt beginne oder eine neue Aktivität mache, versuche ich, Interviews/Podcasts mit den besten Speaker der Welt zu finden. Oder zumindest von den besten Leuten des Landes.
Und, wenn das nicht ausreicht, bezahle ich diese erfahrene Person für ein paar Stunden.
Selbst, wenn sie nicht in meiner Einkommensklasse sind – diese paar Stunden bringen mich nicht um.
Ich lasse sie mir alle ihre Geheimnisse verraten, die sie sich im Laufe der Jahre hart und teuer erarbeitet haben.
Ich schaue darauf, wie viel Zeit, Energie, Demotivation und fehlgeschlagene Experimente sie mir ersparen werden.
Nicht, wie viel es kostet.
- YouTube Video Marketing: Ein paar Stunden mit einem erfahrenen Experten haben uns meilenweit nach vorne gebracht.
- Amazon PPC: Keiner vom Team hatte damals Erfahrung mit Amazon Ads, also heuerten wir einen erfahrenen Berater an, der 7-stellige Budgets ausgegeben hat.
- Ernährung: Ich hatte lange Schwierigkeiten, mich gesund zu ernähren. Bis ich ein nicht-so-billiges Mentoring-Programm mit vielen Bewertungen gebucht habe.
Dort hat man mir beigebracht, wie man es richtig macht, und ich habe es zu meiner lebenslangen Fähigkeit gemacht.
- Training. Ich habe den besten Trainer in meiner Umgebung angeheuert, der mir die richtige Technik beigebracht hat.
Heute bin ich einer von den technisch Besten im Gym.
Wenn du also etwas Neues ausprobierst, solltest du nicht auf eigene Faust herumprobieren, sondern jemanden mit viel Erfahrung finden.
Blockaden sind Illusionen. Meinungen formen Realität

Ich habe meine innere Blockade wortwörtlich zerbrochen. Und zwar mit bloßen Händen. 🪵🪓
Meine Hand glitt über das 2,8 cm dicke Massivholz als wäre es Papier. Kein Schmerz, nichts.
So kam es dazu:
Zunächst identifizierte ich die größte mentale Blockade meines Lebens.
Denn ich wusste, ich werde erfolgreich sein.
Ich schrieb folgendes auf ein Stück Massivholz:
“Ich konzentriere meine Gedanken auf die Probleme/Hindernisse.”
Mit meinen Augen habe ich die Blockade gesehen, die mich jahrelang geplagt hat.
Ich schlug zu. Meine Hand flog durch den Holzblock. ✊🪵
Betrachtet man den Block als Massivholz, wird man sie nicht zerbrechen können
Wer eine mentale Blockade bricht, bricht den Holzblock.
Es war ein intensives Wahrnehmungserlebnis. Ich setzte meinen Körper und meine physische Kraft ein. Andere Teilnehmer ermutigten mich.
In mir hat sich dann etwas bewegt.
Seitdem leide ich nicht mehr unter meiner Blockade. 🪦
Es war ein Life-Changer:
Jeder Tag meines Lebens ist angenehmer geworden. Ich fühle mich gut.
Endlose negative Gedanken sind weg.
Alles, was gereicht hat, war, mit bloßen Händen Holz zu brechen
ChatGPT HIIT Training

Ich habe mithilfe von ChatGPT einen HIIT Workout Plan generiert… und es war knallhart !!! 🤸♂️🩺
Prompt: ‘Hello ChatGPT. Please generate a HIIT-Training Plan for home. A total body workout. 50 Minutes. Without Equipment. Toughness Level 4/5.’
Das Training war wirklich sehr ausbalanciert. Wie im Fitnessstudio mit einem Trainer. Wirklich tolle Qualität. Jeder Teil des Körpers wurde trainiert, Kardio, Beweglichkeit und Oberkörpermuskulatur.
Und es war echt hart.
Ich werde definitiv mehr ChatGPT-Trainings generieren.
Zum Beispiel HIIT-Training mit Fokus auf Cardio oder Plyometrics.
Die Frage ist halt:
Wenn ChatGPT dies schafft – einen ausbalancierten HIIT-Trainingsplan auf dem professionellen Niveau eines menschlichen Trainers erstellen – welche weiteren Potenziale verbirgt der Chatbot für die Unternehmen?