B2B-Marketing scheitert selten an zu wenig Traffic – sondern an zu wenig ICP-Relevanz. Hier beginnt ein Funnel, der endlich misst, was Pipeline wirklich bewegt.

Warum ein Funnel
- Steuerung: Damit ich die Demo Request und Demandgen unter Kontrolle habe. Breakdowns auf Sub-Metriken ermöglichen es, die Demandgen zu steuern, Entwicklung zu erklären und Engpässe zu identifizieren.
- Kontrolle: Es kann nicht so sein, dass hier eine Kampagne ist, da eine andere, die etwas anderes macht.
- Klare Ziele: Ich will klare Ziele haben, die zum Erfolg führen und auf die ich optimiere. Nicht nur eine Kampagne, sondern mehrere Kampagnen und alle Plattformen
- Unzureichende Attribution: Lineare Attribution führt zu kurzfristigen Maßnahmen. Ein Funnel ist eine partielle Lösung für mehrere Touchpoints und komplizierte Customer Paths.
Summary
Ich habe einen Demand-Gen-Funnel eingesetzt, der auf Time with Content basiert – statt auf den klassischen Metriken. Getestet wurden unterschiedliche Formate und Plattformen und CTR, CPM und Impressions komplett entfernt.
Das Ergebnis: Der Marketing-CAC liegt mehrere tausend Euro unter dem Sales-CAC.
Die ersten beiden Stages sind Cold Outreach:
- Website: Blogposts + 2min-Event, um sicherzustellen, dass es sich um ICP handelt.
- Platform Attention: LinkedIn optimiere ich auf Attention Hours. YouTube In-Stream auf Completed Time. LinkedIn + YouTube = Attention Hours.
Die Retargeting-Stage für B2B-Touchpoints: jegliche Form von Deep Content Time (Audio, Bumper Ads, Meta ThruPlays, Sessions, aber am stärksten In-Stream).
Danach folgen zwei postponed Stages: App Registrations und Webinare.
Die letzte Stage ist der Hand-Raise: Kampagnen für Demo Requests, inklusive Brand Searches und Salespage-CVR.
Kurz: verschiedene Formate, aber nur sinnvoller Content Time.
Das führt zu Demo Requests.
Weiterlesen: Second Opition und Polemik zum Funnel
Die meisten Teams verfolgen Klicks. Wir verfolgen Zeit im Kopf des ICPs. – Michal Compel
Phasen
- Platform Attention
- Website Actions
- Consideration Attention
- (App Registrations / postponed)
- (Webinare / postponed)
- Hand-Raise
KPIs
- Platform Attention
- ICP Reached
- Attention Hours
- Cost / Attention Hour
- Website Actions
- ICP Sessions
- ICP Session Ad Costs
- ICP Session Costs
- Non-paid ICP Sessions %
- Avg. PageSpeed
- Consideration Attention
- Engagements
- ICP Session Ad Costs
- Attention Hours
- Cost / Attention Hour
- App Registration
- Webinare
- Hand-Raise
- Conversions
- Conversion CPA
- Positioning Searches
- Salespage → Form %
- ↓
- Demo Requests
- Demo Request Ad Costs
- Demo Request Costs
Kommentar
Der Funnel ist sauber, modern und demand-oriented. Es ist ein komplettes kausales Nachfrage-System, jede Stage exakt durch Metriken definierbar.
Alle Stufen haben:
- ein Kosten-Signal
- ein Intent-Signal
- ein Tiefen-Signal (Zeit, Engagement)
- ein Outcome-Signal
Deckt Awareness → Consideration → Intent → Hard Raise → Demo sauber ab.
Er zwingt Marketing dazu, Qualität statt Volumen zu optimieren.
Platform Attention
ICP Reached – die Anzahl der Tiefbauer, die ich auf LinkedIn erreicht habe. Wichtig, um eine Audience Penetration sicherzustellen.
Attention Hours – die Anzahl der sinnvoll verbrachten Stunden mit dem Content. LinkedIn Attention Hours aus Dwelltime und YouTube Completed Hours aus Videolänge x Completions.
Cost / Attention Hour – der Preis für eine Stunde des sinnvollen Content-Konsums. Kosten pro Stunde echter Beschäftigung mit SitePlan.
*Attention Hours = (ICP Impressions x Avg. Dwelltime) + (YouTube Completions x Avg. Video length x 0.5)
Attention ist als „Precursor“ der Nachfrage gesehen: Nachfrage entsteht durch verbrachte Zeit mit Content.
Diese Stage beschreibt Kontakt bzw. Demandgen vor Website-Besuchen: LinkedIn Cold und Google Ads Cold Videos. Gedacht als First- oder Second-Touch. Single Image als Third-Touch. Obwohl ebenfalls eine Website-Session ein First-Touch sein kann. (Gerechnet mit Berücksichtigt wird der Multi-Touch-Charakter.)
LI Attention Hours erzeugen Brand Awareness und Website-Relevant. YT Completed Hours erzeugen Brand Searches. Grundsätzlich geht es um Ad Recall.
Google-Targeting ist ungenau: Im Upper Funnel bei Non-Conversion-Kampagnen ist es aus Targeting-Gründen nicht möglich, ein massives Budget effizient auszugeben. Budget immer in Relation zu Mid-/Lower Funnel halten.
LinkedIn Targeting ist schärfer und genauer: Wir sehen, dass der CEO von Swietelsky mit unseren Posts engaged, dass die Bauleiter liken, dass die Kommentare höchstens relevant sind. Hier bin ich mir sicher, es sind relevante User.
Für LinkedIn Ads gibt es ein Reach-Ziel, und zwar Zielgruppen-Durchdringung: eine bestimmte Anzahl der User, die monatlich erreicht werden sollte. Z.B. jeden Monat 25.000 relevante Tiefbauer erreichen und das Budget operativ dementsprechend anpassen. Innerhalb dieses Budgets wird auf Attention Hours optimiert. (Reach-Ziel statt CTR-Fetisch, anti-Performance-Bias)
YouTube-Targeting ist ungenau, aber komplett unverzichtbar als Broad-Demand-Kanal. Anteil der relevanten Usern ist geschätzt 1 / 4.
Maßnahmen: Es wird ein kleines Custom Segment aus Tiefbau-App-Usern getargetet, das konversationsfähig ist. Optimiert wird auf Completed Hours. Die Anzahl der YT Secs ist am Background auf 50 % reduziert, sodass günstiger, irrelevanter Upper Funnel-Display nicht optisch zu günstig wirkt.
Warum Attention Hours? Es misst tatsächliche Beschäftigung mit Botschaft und trennt „ich habe die Ad gesehen“ von „ich erinnere mich an die Ad“. Videos gucken zum Ende fast immer nur die Tiefbauer.
Warum keine Impressions? Impressions sind (im Tiefbau) nutzlos. Impressions sind mir egal, falls sich nichts ins Gehirn der User ändert. Dasselbe gilt für CPM, CTR etc. – wenig aussagekräftig. Ich will weg von diesen Metriken. Deswegen härtere Metriken.
Warum keine Watch Time? Es wird jede Sekunde mitgemessen = zu viele 1–3s „Ghost Views“. Dadurch wird die Metrik fast unsinnig.
Website Actions
ICP Sessions – die Anzahl der hochqualifizierten Website Besucher: 2 Minuten auf Website + On-Screen + Scroll Depth 250 Pixels. Mit aller Wahrscheinlichkeit handelt es sich hier um Tiefbauer.
ICP Session Ad Costs – Wieviel der Ad Kosten für einen Besucher aus unserer Zielbranche?
ICP Session Costs – Wieviel der Gesamtmarketingkosten für einen Besucher aus unserer Zielbranche?
Non-paid ICP Sessions % – Wie viele der ICP Session kommen aus unbezahlten Kanälen? (Diversifizierung)
Avg. PageSpeed – Wie schnell werden die wichtigsten Unterseiten geladen?
Warum diese Stage? Weil alle wichtigen Marketing-Events auf der Website stattfinden, d.h. jeder Neukunde musste zuerst die Website besucht haben.
Aufgrund des ungenauen Targetings in Platform Attention-Stage – und der begrenzten Möglichkeiten, Budget effizienent auszugeben – liegt der Fokus des Marketings auf relevante Website-Besucher.
Unpopular opinion: Traffic-Maximierung ist ein Fehler. Mehr Traffic ist NICHT immer besser. Viele B2B Marketer treiben ‘Keyword-Chasing’ oder ‘Click-Chasing’, das den Traffic rapide steigert, aber nicht Pipeline oder Revenue. Optimieren auf diese Metriken bedeutet höchstens, den Traffic zu maximieren.
Im B2B Marketing für den Tiefbau sind rund 3 % der Bevölkerung relevant. Traffic-Maximierung hilft mir nicht, da die meisten Besucher irrelevant sind. Google Analytics: Sessions oder Engaged Sessions sind komplett ohne Aussagekraft. Monatlich 80 k Sessions – sagt über ICP Besuche nichts aus. Im B2B Marketing sind (Engaged) Sessions nicht aussagekräftig (besonders bei höheren Ad Budgets und Display Kampagnen).
Das trifft exakt die Realität im Tiefbau:
- kleine Zielgruppe
- nicht klickfreudig
- schwer zu erreichen
- skeptisch, kritisch
- wenig Suchvolumen
- viele irrelevante Besucher
Deswegen ist eine anspruchsvollere, echt aussagekräftige Metrik nötig: ICP Session.
2 Minuten + On Screen + 100 px Scroll:
- 120 sek filtern 95% billig Traffic raus
- On-Screen verhindert Bot-/BG-Noise
- 250px verhindert „1 Sek Scroll“ Fake Engagement
- Tiefbau-Leute bleiben >40–50s, wenn sie relevant sind
→ Die Metrik trifft ziemlich sicher echte Menschen aus der Zielbranche.
ICP Session ist mein „North Star“. ICP Sessions sind der erste Leading Indicator, die absolut wichtigste Upper Funnel-Metrik. Was sie bedeutet: Aufmerksamkeit im ICP. Wie viele Tiefbauer haben SitePlan wahrgenommen und die Website besucht?
Kein „billiger Traffic“, kein „nice CTR“. Nur „echte Tiefbauer oder raus“.
Ich weiß eins: Wenn ICP Sessions 2–3 Monate runtergehen, fällt alles andere: die Consideration Attention und ebenfalls die Performance der Conversion-Kampagnen.
Die Sales-Zyklen sind monatelang, die User recherchieren und vergleichen die Möglichkeiten. Der gleiche User kann mehrere Male zur Website zurückkehren und wird mehrmals als ICP Session eingestuft.
Die ICP Session wird in Analytics mitgemessen und ist kanalübergreifend, nicht cookie-abhängig. Jeder Kanal wird ausgewertet.
Günstiger Display verfälscht Engagement massiv. Dadurch, dass das Event nicht einfach zu erzeugen ist, erfasst und belohnt kleinere Traffic Quellen wie Suche und YouTube und macht günstige Display-Werbung bis zu einem gewissen Grad etwas weniger vorteilhaft.
Diversifizierungs-Ziel: Mind. 20 % Non-Paid ICP-Sessions. Es verhindert Paid-Abhängigkeit, stabilisiert den Funnel und legt Aufmerksamkeit auch auf andere Kanäle. Zugleich macht es es möglich, die Diversifizierung in Zahlen auszudrücken. Manche Unternehmen wissen nicht, was Diversifizierung für sie bedeutet.
Warum keine Bounce Rate usw.? Weil sie aus den Sessions berechnet wird.
Das Marketing sind nicht nur Performance-Kampagnen. Pagespeed ist nicht „SEO“, sondern Sales Enablement.
Pagespeed shiftet die Aufmerksamkeit auf die Website – nicht nur Media Buying und Kampagnen – und betont, dass die Website mein Sales-Tool ist und dass die wichtigsten Events auf der Website passieren. Pagespeed beeinflusst stark jede wichtige Metrik: niedriger Pagespeed zerstört ICP Sessions als auch Demo Requests.
Funnel-Update nach Second Opinion: Every10secs ➔ 2 mins = 12x anspruchsvollerer Event
Consideration Attention
Interactions – die Anzahl der Interaktion der Retargeting User mit unseren Kampagnen: ThruViews + ThruPlays + Link Klicks.
ICP Session Ad Costs – Wie viel der Retargeting Ad Kosten für einen Retargeting-Besucher aus unserer Zielbranche?
Attention Hours – Wie viel echte Zeit (nicht Watchtime-Rauschen) verbringen ICP-User mit unserem Content? Wie gut wurden sie nurtured? Mehr Zeit = Mehr Interesse für SitePlan.
Cost / Attention Hour – Kosten pro Stunde echter Beschäftigung mit SitePlan. Wie effizient ist die Content-Distribution von Retargeting Usern?
In der Stage 2 werden ICP Session kosteneffizient generiert. Stage 3 misst, wie stark ein ICP-User unser Produkt wahrnimmt, bevor Intent sichtbar wird.
Das heißt: Jemand hat Interesse gezeigt und in Stage 3 geht es um wiederholte Exposition: Die User werden nurtured mit relevantem Content. Consideration Attention ist der Demand-Verdichter. Wenn Stage 3 kracht, sterben die Demo Requests.
Dem entspricht die definition der Metriken:
Interactions ist eine Soft-Metrik, und zwar die wenigstens aussagekräftigere Metrik. Die User werden im Content-Ekosystem mit variablen Formaten bespielt und diese Metrik berichtet über diese ‘Memorable Actions’.
ICP Session Ad Costs: Es ist wichtig, wie viele potenzielle Interessenten die Website besuchen. Volumen-Stabilitätsindikator: Bei zu wenig Retargeting-Besuchern über Monate hinweg kann die Ad Performance nachlassen.
Wichtiger als Website Besucher ist der tatsächliche Content-Konsum. Website-Attention ist teuer im Vergleich zu Video/Audio-Attention, obwohl ich die gleichen User erreiche. Deswegen Fokus auf Video.
Attention Hours ist meine quasi „Stage 3 North Star“. Wie informiert darüber, wie viel sinnvoller Zeit die User mit SitePlan verbrachten und wie effizient es war. = „Wie viel Überzeugungsarbeit leistet unser Content im Herzen der Zielgruppe?“
Diese Metrik hat einen klaren Impact auf Conversion-Kampagnen: Weniger Zeit mit dem Content führt zu schlechteren Ad Performance.
Keine Impressions, weil sie im B2B Demandgen bedeutungslos und ablenkend sind.
Keine Watchtime, weil diese Metrik mit jeder Sekunde mit dem Content zählt und Shorts/Short Views belohnt (auch 1–3 sekunde „Ghost Plays“)
App Registrations
Nebenschritt. Postponed Stage.
Webinare
Nebenschritt. Postponed Stage.
Hand-Raise
Conversions – Die Anzahl der Conversion-Event bei Acquisition-Kampagnen (Demo Requests, Contact Form Submits, App Registrations, ZOHO Offline-Conversions) über alle Kampagnen hinweg
Conversion CPA – Wie viel ein Conversion-Event bei den Acquisition-Kampagnen kostet
Positioning Searches – Wie viele Suchanfragen für unser Positioning?
Pageview → Form % – Wie konversionsfähig sind unsere Sales Pages?
Demo Requests – Die Anzahl der relevanten Demo Requests. Ausgeblendet, weil es der Final Outcome ist, der aus allen vorherigen Schritten und Stagen entsteht.
Demo Request Ad Costs – Wieviel der Ad Kosten für einen Demo Request? Wie effizient ist die Conversion-Kampagnen?
Demo Request Costs – Wieviel der Gesamtmarketingkosten für einen Demo Request? Wie effizient ist das Marketing?
Die Stage 5 misst Kaufnähe und Aktion. Zuerst wurde relevante ICP-Sichtbarkeit geschaffen, dann wurden die Menschen auf die Website gebracht, danach noch mit Content nurtured – und jetzt konvertieren sie zu Kunden.
Zum Abfangen und Demo-Generierung sind Conversion-Kampagnen perfekt geeignet: Haupt-KPI sind die Conversions und deren Preis. Steigt die CPA, wird die Anzahl der Demo Requests (und Neukunden) stagnieren/nachlassen, trotz guter Performance in anderen Stages.
Positioning Searches sind der wichtigste Brand-Health-Indikator. Sie sind pure Nachfrage und zeigen, wie stark SitePlan im Kopf verankert ist.
PV→Form-Rate drückt aus, wie konversionsstark die Website ist und leitet die Aufmerksamkeit mehr auf die Website als wichtigen UX/Site-Faktor – nicht nur auf die Performance-Kampagnen.
Demo Requests sind eine Nachfolge der Conversion-Kampagnen und aller vorherigen Stages sind.
Die Metriken decken Hand-Raise-Mechanismen ab:
- Output – Conversions, Requests – hat jemand die Hand gehoben?
- Effizient – Conversion CPA, Request CPA – zu welchem Preis?
- Intent – Positioning Searches – wie gesund ist die Marke?
- Website-Conversionfähigkeit – wie gut unterstützt die Seite?
Warum keine Zeit mit Content? Weil es in dieser Phase nicht mehr darum geht.
Funnel Deep-Dive
Der Funnel misst nicht Traffic, sondern Nachfragequalität
Das ist der Kernvorteil.
Die meisten Funnels sind „Pageviews → Leads“.
Traditionelle Performance-Teams optimieren:
- CTR
- CPC
- CPM
- Pageviews
Diese Strategie optimiert auf:
- Attention
- ICP Besucher
- Engagement-Tiefe
- Intent-Signale
- Request-Effizienz
Das führt zu besseren, planbaren Demos und senkt Downstream-Kosten.
Vorteil: Das Budget kann trotz steigender CPCs, CPMs ausgegeben werden – wenns Kunden und Attention/Requests kostengünstiger bringt. Egal, dass CPM steigt.
Damit bewegen wir uns gegen den Mainstream, der Traffic sammelt und Umsatz hofft.
Ablehnung klassischer KPIs ist begründet
Der Funnel ist antizyklisch zu klassischem Performance Marketing. Traditionelle Performance-Teams optimieren CTR, CPC, CPM, Pageviews. Dieser Funnel optimiert Attention, ICP-Qualität, Engagement-Tiefe, Intent-Signale, Request-Effizienz.
Das führt zu besseren, planbaren Demos und senkt Downstream-Kosten.
Vorteil: Ich kann das Budget ausgeben, trotz steigender CPCs, CPMs – wenn’s Kunden und Attention kostengünstiger bringt. Egal, ob CPM rapide steigt, wenn der CAC oder die Attention kostengünstiger werden. D.h. Andere können in solchen Situationen kein Budget ausgeben, ich ja, weil ich andere Metriken berücksichtige.
Der Funnel misst die Ursachen, nicht nur das Ergebnis
Der Funnel misst die Mechanismen, aus denen Nachfrage entsteht:
- ICP Attention
- ICP Relevant Sessions
- Content-Zeit
- Positioning Searches
- Pre-Demo Actions
Klassisch (Output-getrieben):
„Wir hatten 12 Demo-Anfragen. Gut.“
Ursachen-getrieben:
„Warum hatten wir 12 Demo-Anfragen?“
→ Weil:
- ICP Attention stieg
- ICP Sessions stiegen
- Positioning Searches stiegen
- Pre-Demo Actions stiegen
Gemessen wird die Kausalität, nicht nur Resultat. Wenn dieser Mechanismus-getriebener Funnel einbricht, sieht der Marketingmanager sofort, wo die Ursache liegt. Pipeline-Probleme können Wochen bzw. Monate vorher entdeckt werden, weil ich die sinkenden Zahlen sehe.
Die wichtigsten Stages sind 2, 3 und 4 — nicht 5
Die Demo Requests sind ein Symptom. Veränderungen davor erzeugen den Impact.
- Stage 2 (Website Actions):
ICP Relevant Sessions + Deep Scroll sind der erste starke Prädiktor. - Stage 3 (Consideration):
Content-Assisted Sessions erzeugen 2–5x höhere Demo-Wahrscheinlichkeit. - Stage 4 (Hard-Raise):
Positioning Searches → strongest Demand signal.
Ein Demo Request ist nur das Ergebnis dieser drei Layer.
Der Funnel ist ein Frühwarnsystem für die Pipeline
Der größte taktische Vorteil: Du erkennst Pipeline-Probleme Wochen vorher, weil:
- ICP Attention sinkt → Algorithmus verliert Qualität
- ICP Relevant Sessions sinken → Website/Kampagnen nicht überzeugend
- Content Consumption sinkt → kein Pull im Mid-Funnel
- Hard-Raise Stabilität bricht ein → Search Intent flacht ab
- Demo Requests folgen IMMER als Letztes
Es sind frühe Pipeline-Signale, die Wochen oder Monate VOR Demo sichtbar werden. Damit ist dieser Funnel frühindikativ für Umsatz 4–12 Wochen später, nicht retroaktiv.
→ Zukunft wird gesteuert, nicht die Vergangenheit.
Der Funnel schafft Alignment zwischen Marketing & Sales
Marketing misst:
- ICP Reach
- ICP Relevance
- Engagement Depth
- Intent Signals
Sales bekommt:
- stabilere, planbare Demos
- besser vorbereitete Interessenten
- weniger „unqualifizierte Zeitfresser“
Marketing kann beweisen, wie Demand entsteht.
Klassische Performance-KPIs werden billiger, wenn die Qualität sinkt.
KPIs werden besser, wenn die Qualität steigt.
Beispiel:
- Billiger Display Traffic → niedrige CPC = „gut“
- Aber keinerlei ICP-Relevanz = wertlos
In deinem Funnel sind billige Sessions nicht positiv.
Klassischer Funnel ist linear. Dieser Funnel ist zyklisch.
Performance-Marketing-Funnel sieht so aus:
Impression → Click → Landing → Form → Lead
Dieser Funnel bildet Realität ab:
Attention → Website → Content → Intent → Request → Demo
↳ wieder zurück zu Content/Website via Retargeting
Die Nachfrage baut sich schichtweise auf.
Diese Schichten werden genau getracked.
Tiefbau-Zielgruppe ist klein → Traffic-Funnel versagt automatisch
Der Markt Tiefbau/Bauleiter/Poliere ist nicht groß, nicht massentauglich, nicht breit. Ich erreiche keine 500.000 Leute im Monat.
Ein klassischer Funnel will:
- viele Klicks
- viel Traffic
- viele Leads
- viele Conversions
→ funktioniert nur in großen Märkten (E-Commerce, HR-Tools, B2C).
Performance-Marketing optimiert auf billige Signale, nicht auf Umsatz
Klassisches Performance-Denken:
- niedriger CPC
- hohe CTR
- viele Klicks
- viele Sessions
- viele Leads
- günstige CPAs
Das fühlt sich „gut“ an, hat aber keine direkte Korrelation zu:
- Pipeline
- Umsatz
- zahlenden Kunden
- realem Bedarf
Performance belohnt Masse – dieser Funnel belohnt Trefferquote Performance sagt:
„Mehr Leads.“
Funnel sagt:
„Mehr Demo-Relevanz.“
Performance skaliert Junk. Dieser Funnel skaliert Intent.
Der Funnel ersetzt „Marketing Attribution“ durch „Behavior Attribution“
Ich brauche keine Multi-Touch-Attribution. Ich sehe Verhaltenspfade:
- ICP Attention ↑ → Website Actions steigen
- Website Relevant Sessions ↑ → Consideration steigt
- Consideration ↑ → Hard-Raise steigt
- Hard-Raise ↑ → Demo Requests steigen
Das ist Attribution über Verhaltenslogik, nicht über Tracking.
Es funktioniert auch dann, wenn Cookies sterben, Blocking härter wird oder Kanäle fragmentieren.
Der Funnel zwingt Marketing, im ICP zu bleiben — er verhindert Streuverlust
Classic Performance:
Wenn der Algorithmus billigen Traffic findet, wird der Funnel „grün“, aber wertlos.
Dieser Funnel verhindert das, weil alle Metriken ICP-basiert sind
Der Algorithmus kann nicht ausweichen.
Er wird auf das fokussiert, was Geld bringt.
Der Funnel erlaubt klare Diagnose: Wo genau geht die Nachfrage verloren?
Wenn Demo Requests stagnieren, weißt du sofort:
- Problem in Stage 1 → ICP Reach zu niedrig
- Problem in Stage 2 → Website nicht überzeugend
- Problem in Stage 3 → Content zu schwach
- Problem in Stage 5 → UX + Conversion Rate
Statt „wir brauchen mehr Leads“ weiß ich:
Wo ich eingreifen muss, wie schnell, mit welcher Maßnahme, für welchen Effekt.
Macro-Market Layer
Das misst externe Felder, die sich nicht im Funnel zeigen, aber Wirkung haben.
M1: Saisonale Nachfrageindikatoren
- Bauleiter ab März aktiver
- Wintermonate weniger Sessions
- Sommerferien: niedrige Conversion, hohe Content-Zeit
M2: Wettbewerbskommunikation
- Wenn Leica/Trimble neue Kampagnen fahren → die CPA steigt 10–20 %
M3: Baukonjunktur-Sentiment
- Projektdruck steigt → höheres Interesse an „Zeit sparen“
- Budgetdruck steigt → stärkerer Response auf „Kosten sparen“

