Performance Marketing Tipps für erfolgreichen Mediabuying

Lesen Sie diese Media-Einkauftipps für die am weitesten verbreiteten Werbesysteme – Facebook Ads und Google Ads. Vielleicht sind einige neu für Sie und helfen Ihnen dabei, Ihre Ziele zu erreichen.

1: Die richtigen Posts boosten

Verwendung: Facebook Ads

Advertiser stellen sich oft die Frage, wie man FB/IG-Posts boostet. Welche Taktik und welches Budget sollte man wählen, damit es Sinn macht? Gibt es eine andere Möglichkeit, als jeden Post mit dem gleichen Budget zu boosten?

Jeden Post mit dem gleichen Budget zu boosten, ist tatsächlich nicht die beste Vorgehensweise. Leistungsschwache Posts erhalten dasselbe Budget wie leistungsstarke, sodass das Budget ineffizient verwendet wird.

Ich empfehle, beim Boosting wie folgt vorzugehen: Zuerst veröffentlichen Sie drei organische Posts. Dann schauen Sie, welcher Beitrag die meisten Engagements erzielt hat. So kann der beste Post definiert werden. Schließlich boosten Sie diesen Post mit dem gesamten Budget. Damit haben Sie eine durch Zahlen untermauerte Gewissheit, dass Sie den richtigen Post boosten.

2: Ähnliche Zielgruppen aus den Daten des gesamten Google-Netzwerks erstellen

Google Ads Ähnliche Zielgruppen

Verwendung: Google Ads

Während Sie in FB Ads nur Zugriff auf Ihre eigenen Daten aus Website oder Page-Interaktionen haben, gewährt Google Zugriff auf die Daten seines gesamten Netzwerks. Ähnliche Zielgruppen können aus Websites, Keywords und Apps ohne einen eigenen Tracking-Code erstellt werden.

Profitieren Sie davon, indem Sie Custom Intent Segmente erstellen:

  • 200 relevante Webseiten finden, diese Websites 50/50 teilen und drei unterschiedliche ähnliche Segmente erstellen (Webseiten der Konkurrenten / Backlinks der Konkurrenten / Ahrefs Content Finder / Produkt- und Danke-Seiten der Konkurrenten / Artikel zum Thema 1, Thema 2 usw.)
  • 30-40 relevante Apps finden und daraus eine ähnliche Zielgruppe erstellen, dann die 15 relevantesten Apps aussortieren und ein zweites ähnliches App-Segment erstellen
  • Keywords nach Themen aufschlüsseln und 5+ ähnliche Zielgruppen erstellen (General / Brand / Competitor Brands + Main KW / Thema 1 / Thema 2 / Broad only / Longtail only usw.)

Erstellen Sie 10-15 ähnliche Zielgruppen und testen Sie, welche eine hohe Leistung aufweisen. Auf diese Weise können Sie weitaus leistungsfähigere Segmente als die Affinitäten-Zielgruppen finden.

3: Irrelevante Leads reduzieren

Verwendung: Facebook und Google Ads

Die Irrelevanz von Leads aus Lead-Kampagnen liegt bei 30% bis 95%. Daher wird das Budget oft verschwendet. Die Leads-Relevanz kann dank smarter Conversion-Messung erhöht werden.

Das Formular kann in Optionen verzweigt werden, die die Zielgruppen genauer definieren. Die Leute müssen mit etwas Personalisiertem motiviert werden, die richtige Option auszufüllen – sei es auch nur eine Auswahl von Artikeln. Ist die Option für das Unternehmen relevant, wird der User auf die Danke-Seite mit Tracking weitergeleitet. Falls nicht, dann auf eine Danke-Seite ohne Tracking. Das System sieht nur die relevanten Leads und targetet relevantere User.

Irrelevante Leads aus Leads-Kampagnen reduzieren

Nehmen wir das Beispiel LinkedIn Materialien. Meine Zielgruppe waren Geschäftsleute. Auch HR-Experten interessieren sich für diese Materialien, und da es sich um eine große und aktive Gruppe handelt, haben sie sich am häufigsten beworben.

Wir haben in dem Formular Optionen hinzugefügt:

  • Zu welchem ​​Zweck verwenden Sie Ihr LinkedIn-Profil? – HR und Headhunting / Geschäftstreffen vereinbaren / Selbstvermarktung / Sonstiges. (Basierend auf der Antwort senden wir Ihnen personalisierte Ratschläge zur Verbesserung Ihres LinkedIn-Profils.)

Nur bei der zweiten Option wurde der Nutzer auf die Danke-Seite mit Tracking weitergeleitet. Das System fing an, Geschäftsleute zu targeten.

4: Relevante Reach-Audiences finden

Verwendung: Facebook und Google Ads

Da Reach-Kampagnen keine Hard Conversions generieren, ist es manchmal nicht klar, ob die Kampagne Interesse weckt und ob die Zielgruppe relevant ist oder nicht. Wie kann man relevante Zielgruppen finden?

Agenturen überwachen die Klickrate auch bei Reach-Kampagnen und benutzen sie als Indikator für Interesse und Relevanz. Wenn die Leute viel klicken, sind sie interessiert und das Targeting ist richtig. Wenn die CTR niedrig ist, ist das ein Problem. Vergleichen Sie Zielgruppen miteinander nach CTR, testen Sie neue Zielgruppen und fahren Sie mit den erfolgreichsten fort.

Eine andere Möglichkeit ist, zuerst mit einer Micro-Conversions-Kampagne zu beginnen – Pageviews, Session Duration, Non-Bounce usw. – und dann die erfolgreichsten Zielgruppen nach Conversions auszuwählen und sie anschließend mit einer Reach-Kampagne zu targeten.

5: Always-On Kampagnen

Verwendung: Facebook und Google Ads

Die Basis der Medienstrategie vieler Werbetreibender sind zeitlich begrenzte Kampagnen mit vordefiniertem Budget und Laufzeit. Ich empfehle Always-on-Kampagnen, die unbegrenzt mit einem Tagesbudget laufen. Always-on-Marketing ist eine Marketingstrategie, die sich auf konsistentes Publikums-Engagement und Botschaften konzentriert, wobei die Botschaften die Verfügbarkeit signalisieren.

Die Vorteile der „Immer-An“ Strategie sind Stabilität, Vorhersehbarkeit und weniger Aufwand. Sie können das ganze Jahr Ergebnisse wie Verkäufe oder Leads mit einer konsistenten Rate erhalten.

Beim einem Konto, das ich betreue, sind de facto alle Kampagnen immer geschaltet: Karussells, Post-Engagements, Reichweite, Clicks, YouTube-In-Feed, Suche. Daneben laufen nur kleine zeitrelevante Kampagnen, Boosting und Tests.

6: Mikrokampagnen mit Spitzen-Targeting

Verwendung: Facebook und Google Ads

Neben großen Always-On-Kampagnen empfehle ich, Mikrokampagnen mit Spitzen-Targeting und kleinem Tagesbudget laufen zu lassen. Es ist nur minimales Kampagnenmanagement nötig, im Prinzip reicht es, sie laufen zu lassen. Das Ziel ist es, die Top-User gezielt anzusprechen und mehr aus dem Budget herauszuholen.

Mikrokampagnen können gleichzeitig neben automatisierten Kampagnen wie PerformanceMax laufen. Sie richten sich an ein Top-Publikum, das PMax möglicherweise nicht vollständig verbraucht oder erreicht.

Ich arbeite erfolgreich mit diesen Mikrokampagnen:

  • Retargeting alle in 5 Tagen – Boost für Top User mit der höchsten Wahrscheinlichkeit, das Ziel zu erreichen.
  • Retargeting Checkout in 30-45 Tagen, aber nicht gekauft – hier laufe ich auf Reach, da Conversions das Publikum einschränken können und ich nicht jedem angezeigt wurde.
  • Trueview Infeed Kampagne – alle in 10 Tagen = heißes Publikum, für ein paar Euro am Tag zeigt die Videokampagne die USPs des Produktes.
  • Brand Suchkampagne – auf „Target Impression Share“ eingestellt und de facto jedes Mal angezeigt, wenn ein Benutzer nach der Marke sucht.
  • GDN/YT Brand-Kampagne – mit Custom Intent Publikum die User, die nach einer Marke suchen, ansprechen. Es ist eine andere Form des Retargetings der Top-User.

Ein paar Euro am Tag genügen. Lassen Sie sich inspirieren und erstellen Sie Ihre eigenen Mikrokampagnen.

7: Negatives Targeting

Verwendung: Facebook und Google Ads

In Bestellungsaufträgen von Kunden und in Kundenkonten fallen mir Zielgruppen auf, die nur mit Inclusions definiert werden. Targeting kann mit Exclusions verfeinert werden, indem widersprüchliche Zielgruppen exkludiert werden. Dies gewährleistet eine höhere Relevanz des Targetings. Ein paar Beispiele:

  • Hochzeit: Wedding, Baby shower, Age, Newborn + exkludiert: Divorce, Single life
  • Studenten: Age, Student Interests, Party + exkludiert: High income, Owns Property, Age
  • Renovierung: Home Renovating, Home and Garden, Home Accessories + exkludiert: Low Income, Age

Hoffentlich haben Sie in dem Artikel etwas Neues und Nützliches erfahren.

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Michal Compel